Angst-Training ist auch Achtsamkeits-Training

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Wer meint, ein Angst-Training ist „nur“ darauf ausgelegt, die Angst vor Hunden zu verlieren liegt nicht ganz richtig. Es beinhaltet viel mehr als das.

Immer wieder erlebe ich in der Arbeit mit angstbetroffenen Menschen diese Situation: ein Hund steht vor der Person, diese hält den Atem an und schaut mich an. „Ok, und was muss ich jetzt TUN?“ Der Körper ist angespannt, die Gedanken kreisen, Emotionen toben in der Person. Nur – das alles ist ihr nicht bewusst.

„Achte auf den Körper, wie fühlt es sich an? Wo im Körper spürst Du die Angst? Wie fühlt sich der Hund an? Ist er angespannt? Ist er locker? Beobachte den Hund, beobachte Dich selbst, fühle den Hund, fühle Dich selbst“ … und schon sind wir mitten drin im Achtsamkeits-Training!!

Achtsam sein heisst, mich bewusst mit der momentanen Situation zu beschäftigen, wahrnehmen ohne zu bewerten. Mich auf einen Körper zu konzentrieren (meiner oder den eines Tiers/Hundes) ist eine der effektivsten Arten, um von Gedanken und angstbeladenen Bildern weg zu kommen.

Gefühle sollen bewusst erlebt werden und jeder kann sie nach dem Training im Körper lokalisieren, z.B. Wut „sitzt“ in der Magengegend. Ebenso kann die Angst als Energie im Körper wahrgenommen werden, diese von einem „Klumpen“ auf den ganzen Körper auszudehnen fühlt sich ausgesprochen gut an und ist positiv für unseren ganzen Organismus.

Gerade in einer Zeit, in der wir vielen gedachten Bildern nachjagen, kommen uns diese Übungen „zurück zu mir“ doch sehr gelegen.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne Adventszeit. Ana vom Team DOG COACH