Ist Angst im Team übertragbar?

Wenn wir mit Mensch/Hund Teams arbeiten und sich Verhaltensauffälligkeiten beim Hund über längere Zeit manifestieren, schauen wir natürlich genauer hin. Vor allem wenn Kunden seit längerer Zeit in der Hundeschule ohne jeglichen Erfolg an Problematiken arbeiten, sind immer sogenannte negative Energien im Spiel, welche den Erfolg bremsen. Über die Zeit entwickeln diese Menschen ein unglaubliches Repertoire an Glaubenssätzen, Rechtfertigungsmuster, Abwehrmechanismen, warum etwas nicht klappen kann im Teamwork mit dem eigenen Hund. Unser primäres Ziel ist, sehr sanft an diese versteckten negativen Energien heranzukommen, sie zu lokalisieren und in eine positive Energie umzuwandeln.

Solch negative Energien basieren meist auf versteckten Ängsten. Diese liegen teilweise sehr tief verborgen und werden durch diffuse Vorwände geschützt und genährt durch den Hundehalter. Sich den eigenen Ängsten zu stellen, verlangt sehr viel Mut und Vertrauen in das Umfeld. Vielfach werden hier langjährige Verhaltensmuster beleuchtet, identifiziert und durchbrochen.
Der eigene Hund wirkt als Spiegel der eigenen Seele! In praktisch allen Auffälligkeiten des Hundes, speigelt sich die Unsicherheit des Hundehalters wider.

Eine negative Energie wirkt sich durch die Führungsqualität direkt auf den Hund aus. Welcher Hund würde sich einem schwachen und unsicheren Leithund anvertrauen? Schliesslich steht das eigene Leben und das Wohlergehen des ganzen Rudels auf dem Spiel! Also wird diese Führung nicht als genügend stark anerkannt und dies macht ein Arbeiten mit dem Hund praktisch unmöglich.
Aus diesem Grund arbeiten wir in erster Linie an den Ängsten der Hundehalter, bevor wir mit dem eigentlichen Training beginnen.  So ist gewährleistet, dass dem Erfolg nichts im Wege steht.

Ängste können sich sehr unterschiedlich zeigen:

  • Angst vor fremden Hunden!
  • Angst vor fremden Menschen
  • Angst vor Autos
  • Angst vor öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Angst vor Konflikten
  • Angst vor unbekannten Orten
  • Angst vor der Angst

Diese Liste lässt sich unendlich weiterführen. Wichtig für unsere Arbeit ist, diese Ängste so rasch wie möglich zu lokalisieren, sie zu identifizieren und umgehend mit dem Kunden zu beheben. Dies fordert eine starke Bindung und Vertrauen. Jedoch ist die Erleichterung unglaublich gross, wenn sich jemand erfolgreich seinen Ängsten gestellt hat!
Zurück zur Anfangsfrage, JA natürlich überträgt sich die Angst im Team! Hunde sind mobile Röntgengeräte, sie durchschauen jede Maskerade der Besitzer, wenn es um Ängste geht. Kein Hund der Welt lässt sich täuschen. Hunde erkennen und spüren die Ambivalenz sofort und reagieren mit ihrem Verhalten entsprechend auf die negative ängstliche Energie.

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