Timing in der Hundeführung, ein unterschätzter aber elementarer Faktor

Eingetragen bei: Führung, Kommunikation | 0

Wenn wir Menschen miteinander kommunizieren, vergeht meist eines sehr schnell, die Zeit! Wir benötigen sehr viel Zeit um möglichst die richtigen Worte, den richtigen Ton, den richtigen Moment, die richtige Stimmung, den richtigen Ort zu finden. Alles um möglichst keine Konflikte zu schüren oder niemanden zu brüskieren, keinen zu verletzen. Die Liste ist unendlich.

Dies braucht sehr viel Zeit, da jede Überlegung zuerst im Kopf hin-und her geschoben wird bis reagiert oder agiert wird.

In der Führung und im Umgang mit Hunden wird uns dieses menschliche Verhalten meist zum Verhängnis, da die Zeitempfindungen in Zusammenhang mit einem Ereignis stark abweichen. Hunde und Menschen denken und empfinden Zeit komplett anders!

Aus diesem Blickwinkel muss unser Timing auf das Hunde-Empfinden angepasst werden, um Erfolg zu haben. Hunde leben nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft, sondern im Hier-und Jetzt!

Wenn Ihr herzallerliebster, absolut tollster und schönster Fiffi wieder mal unerlaubter Weise etwas geschrottet hat oder Ihr Nachtessen gefressen hat, bringt es wenig ihn dafür am nächsten Morgen verbal “in den Senkel zu stellen”. Der Lerneffekt wäre gleich Null, zudem wäre der Hund nur verstört und versteht die Welt nicht mehr. Hier muss die Reaktion “nullkommaplötzlich” erfolgen.

Wenn der Hund ein interessantes Objekt sichtet, es in seinen “Radar” nimmt, läuft bei ihm ein automatisches Programm ab, je nachdem welches instinktive Verhalten bei ihm ausgelöst wird. Sobald der Hund den starren Blick aufsetzt, der Körpertonus einer Statue gleicht und sich die Nackenhaare stellen, ist es höchste Zeit einzugreifen und ihn mit dem richtigen Timing und Intensität aus dem Modus herauszuholen!

Auch in diesem Fall ist perfektes Timing absolut unerlässlich. Frühes präzises Beobachten, den richtigen Zeitpunkt spüren und handeln.

Vermutlich wird kein Hund dieser Welt, der in einem Rudel lebt, mit seinen Artgenossen “diskutieren” bevor er ihn zum Beispiel korrigiert, geschweige denn ihn um Erlaubnis-oder seine Meinung fragen. Er wird instinktiv handeln und die Verantwortung dafür tragen.

Also ist im Umgang mit den Hunden präzises Timing, klares Handeln und Entschlossenheit ein wichtiger Faktor, um als Rudelführer akzeptiert zu werden.

Viele Erfolg beim richtigen Timing finden!

Verfolgen Oliver:

Letzte Einträge von